Information zur Konzernverantwortungsinitiative

Banner Kirchenturm <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;KG&nbsp;Walperswil-B&uuml;hl)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/walperswil-buehl/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>832</div><div class='bid' style='display:none;'>15589</div><div class='usr' style='display:none;'>223</div>

Liebe Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner

Als Kirchgemeinderat hatten wir einstimmig ein Ja zur KoVI (Konzernverantwortungsinitiative) beschlossen und dies auf unserer Gemeindeseite im August-reformiert bekannt-gegeben.

Für Aufsehen und teilweise Empörung hat nun das Banner an unserem Kirchturm mit der Botschaft «Kirche für Konzernverantwortungsinitiative» gesorgt, welches auf der Tatsache beruht, dass die KoVI auf nationaler Ebene von den Kirchenverbänden (katholisch, reformiert, freikirchlich) unterstützt wird, dazu vom überwiegend grössten Teil der Kantonalkirchen (u.a. refbejuso), von 650 Kirchgemeinden und Pfarreien und etwa 60 kirchlichen Werken.

Im August hatten wir unser Ja für die KoVI mit Artikel 2,4 der Bundesverfassung begründet:
«Die Schweizerische Eidgenossenschaft … setzt sich ein für die dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung.»
Unsere Solidarität mit KoVI stützt sich auf einen Text aus dem biblischen Buch der Sprichwörter: «Auch wenn andere Menschen vergessen, was ihnen aufgetragen ist und nicht dafür sorgen, dass die Armen zu ihrem Recht kommen: Vergeude du nicht deine Kraft mit Vergnügungen und Ablenkungen, die dich vergessen lassen, was deine Aufgabe ist. Behalte sie im Auge und tritt für die Leute ein, die sich selbst nicht verteidigen können! Schütze das Recht der Hilflosen! Sprich für sie und regiere gerecht! Hilf den Armen und Unterdrückten» (Kap.31 gemäss den Versen 3-8). Wir sind der Meinung, dass wir nicht nur dann entschieden gegen missbräuchliche Handlungen von Konzernen sein sollten, wenn es uns selbst betrifft (z.B. Volkswagen Dieselmotor-Skandal), sondern auch, wenn dieser Missbrauch hilf- und wehrlose Menschen in anderen Ländern betrifft und durch in der Schweiz ansässige Konzerne verübt wird.

Dass Organisationen wie die Stiftung Ethos, Transparency International und Amnesty International die KoVI unterstützen, stimmt uns zuversichtlich, dass die KoVI, falls angenommen, kein «Papiertiger» bleiben wird.

Wir anerkennen dankbar, dass der mühsame und langwierige politische Einsatz der Kirchen in vielen Fällen notwendig und grösstenteils erfolgreich war (z.B. Abschaffung von Sklavenhandel und Sklaverei, Einsatz der Bekennenden Kirche gegen den Nationalsozialismus, Beseitigung der Rassentrennung, Fall des Eisernen Vorhangs).

Wir haben uns gleichwohl dazu entschlossen, das Banner der KiKoVI vom Kirchturm zu entfernen, damit «die Kirche im Dorf bleibt».

In herzlicher Verbundenheit, Kirchgemeinderat Walperswil-Bühl
Kerstin Möri,
Bereitgestellt: 12.11.2020     Besuche: 114 Monat
 
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