Sabbat - leben nach Gottes Rhythmus


Die Mutter zündet die Kerzen an, breitet die Hände über das Licht, bedeckt mit den Handflächen ihre Augen und spricht den Lichtsegen: «Gelobt seist du, Herr, unser Gott, König der Welt, der du uns geheiligt hast durch deine Gebote und uns geboten hast, das Sabbatlicht zu entzünden.» So wird nach jüdischer Tradition der Sabbat eröffnet, der als Tag der Ruhe und Besinnung vom Freitagabend bis zum Samstagabend dauert.

Uns sind ein so feierliches Eröffnen und strenges Halten des wöchentlichen Ruhetags wohl fremd. Aber wie andere jüdische Traditionen gehört auch der Sabbat zu den Wurzeln des christlichen Glaubens.

Sabbatfeier (Foto: Tanja Fahrni)


Verankert ist der Sabbat schon in der biblischen Schöpfungsgeschichte: Am siebten Schöpfungstag hat Gott selbst von seiner Arbeit geruht. Damit ist der Grundrhythmus eines gelingenden Lebens vorgegeben: Auf sechs geschäftige Tage soll immer einer folgen, der für Ruhe und Besinnung reserviert ist.
Den Sabbattag «nicht zu vergessen und heilig zu halten» ist auch eines der 10 Gebote. Es gilt nicht nur für einen selbst. Auch allen andern Menschen und den Arbeitstieren soll man die Sabbatruhe gönnen.

Als Gottesdienste im Tempel nicht mehr möglich waren, wurde der Sabbat zu einem wichtigen Kennzeichen der Juden. Sie hielten daran fest, auch wenn das in ihrem Umfeld als stossend oder exotisch empfunden wurde. Im Lauf der Zeit sorgten ausgeklügelte Sabbat-Regeln dafür, dass man das Gebot möglichst sicher nicht übertrat.
Jesus lehnte viele dieser Regeln als zu spitzfindig ab. Den Sabbat selbst schätzte er aber hoch. Für ihn war das der Tag der Erneuerung und Vollendung der Schöpfung - und deshalb geeignet, um Gutes zu tun und Kranke zu heilen. Die Christen begehen ihren Ruhetag inzwischen nicht mehr samstags. Sie feiern ihn am Sonntag, dem Tag der Auferstehung Jesu Christi.

«Sabbat - leben nach Gottes Rhythmus» ist das Thema der diesjährigen Allianzwoche.
Die Allianzgruppe Seedorf lädt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen ein, in denen man den Sabbat feiern und in seiner eigentlichen Bedeutung besser verstehen lernen kann:


Wann:
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Im Namen der Allianzgruppe lade ich Sie herzlich zu diesen Veranstaltungen ein!
Pfarrerin Verena Schlatter

INFORMATIONEN ZU DEN VERANSTALTUNGEN:
Gemäss Verordnung des Bundes gelten die Veranstaltungen vom Dienstag, 11. Januar und Freitag, 14. Januar als Gottesdienste und unterliegen keiner Zertifikatspflicht. Dafür einer Zutrittsbeschränkung auf 50 Personen. Alle anderen Veranstaltungen unterliegen der geltenden 2G Regel (Geimpft oder Genesen). Zudem gilt eine Maskentragepflicht.

Der offene Jungschiabend unterliegt ab 16 Jahren der 2G Regel (Geimpft oder Genesen).
Zudem gilt ebenfalls eine Maskentragepflicht.