Gedanken zu Auffahrt und Pfingsten

Bl&uuml;te <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Tanja&nbsp;Fahrni)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/seedorf/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>55</div><div class='bid' style='display:none;'>16156</div><div class='usr' style='display:none;'>168</div>


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Liebe Leserinnen und Leser

Sowohl das Auffahrtsfest als auch das Pfingstfest schenken uns einen zusätzlichen freien Tag. Das ist den meisten bekannt. Weniger bekannt ist, dass sie eng mit dem Osterfest verbunden sind und den sogenannten Osterfestkreis abschliessen. Das Auffahrtsfest feiern wir heute 40 Tage und das Pfingstfest am 50. Tag nach Ostern. Bis ins 3./4. Jahrhundert hinein feierten Christinnen und Christen aber lediglich den 50. Tag nach Ostern und gedachten an diesem Tag sowohl Christi Himmelfahrt als auch der Geistsendung.

Erst mit der Zeit erhielten beide Ereignisse ihren je eigenen Festtag im Osterfestkreis. Mit der Zeit wurde aus dem Festtag sogar je eine ganze Festwoche (Oktav) mit vorgängiger Nachtwache (Vigil). Heute sind, genau wie von der Osterfestwoche, nur noch ein bzw. zwei Festtage übriggeblieben. Christi Himmelfahrt feiern wir an Auffahrt und am Pfingstsonntag sowie am Pfingstmontag feiern wir die Geistsendung. Die 10 Tage zwischen Auffahrt und Pfingstsonntag ist dem Warten der Jüngerinnen und Jünger auf den Heiligen Geist gewidmet. Sie wissen zwar, dass Jesus ihnen versprochen hat, seinen Geist zu senden, aber wann er kommt, das wissen sie nicht. Das Warten und geduldig Sein lohnen sich. 10 Tage nach der Himmelfahrt Christi, sendet er der Gemeinde seinen Geist.

Auch wenn das Auffahrtsfest und das Pfingstfest weniger bekannt sind als etwa Ostern oder Weihnachten, so spielen sie eine wichtige Rolle. In diesen Tagen fragen wir uns zusammen mit den Jüngerinnen und Jüngern Jesu, wie wir Jesus nachfolgen können. An was richten wir unser Leben aus? Lassen wir uns vom Geist Jesu leiten oder eher vom Geist der Welt?
Das lässt sich leicht herausfinden. Der Heilige Geist, so schreibt es Paulus im Brief an die Galater, hilft den Christinnen und Christen, das Gesetz Christi zu erfüllen: «Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!» (Galater 5,14). Die Früchte des Heiligen Geistes sind denn auch: «Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Güte und Grosszügigkeit, Treue, Freundlichkeit und Selbstbeherrschung.» (Galater 5,22-23)

Auf dem Papier klingt es recht einfach. Aber all zu oft vergessen wir doch im Alltag die Ausrichtung auf den Geist Jesu und lassen uns vom Geist der Welt treiben. Zum Glück erinnert uns das Kirchenjahr immer wieder daran, was wirklich zählt im Leben.
Im Namen der Mitarbeitenden und des Kirchgemeinderates der Kirchgemeinde Seedorf wünsche ich Ihnen allen gesegnete und geisterfüllte Festtage.

Pfarrer Michael Siegrist
Bereitgestellt: 30.04.2021     Besuche: 8 heute, 259 Monat
 
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