JANUAR

Januar <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Tanja&nbsp;Fahrni)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/seedorf/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>55</div><div class='bid' style='display:none;'>15667</div><div class='usr' style='display:none;'>168</div>


















2020 ist zu Ende gegangen. Das vergangene Jahr hat unser Leben in vielen Bereichen auf den Kopf gestellt. Die Welt hat ihre scheinbare Berechenbarkeit verloren. Geblieben ist die Einsicht, dass wir vieles in unserem Leben nicht kontrollieren können. Dieser Kontrollverlust macht Angst, vielleicht auch wütend. Aber wir sollten nicht beim Schweren stehen bleiben. Denn dunkle Gedanken lähmen uns und drehen sich häufig im Kreis. Umso wichtiger ist es, aus diesen Gedanken auszubrechen.

Wir können unseren Blick auf das richten, was im letzten Jahr trotz allem gelungen
ist.  entstanden viele Hilfsangebote. Menschen gingen für ihre Nachbarn einkaufen, kümmerten sich um ihre Mitmenschen. Viele meldeten sich freiwillig, um anderen beizustehen.
Kinder sammelten Geld für die, welche durch Corona ihr Einkommen verloren haben.
Uns ist wieder bewusst geworden, wie wichtig es ist, aufeinander zuzugehen und einander zu helfen. Das ist kein Zeichen von mangelnder Selbstständigkeit, es ist zutiefst menschlich und wichtig. Gegenseitige Solidarität und Hilfe sind nicht nur Eckpfeiler des christlichen Glaubens. Sie sind Ausdruck der Liebe Gottes zu uns Menschen.
An Weihnachten haben wir die Menschwerdung Gottes gefeiert. Gott wurde Mensch, um uns nahe zu sein, um uns zu helfen. In Jesus ist Gott für uns durch den Tod gegangen. Unsere christliche Hoffnung besteht darin, dass Gottes Liebe den Tod überwindet. In Zeiten der Not halten wir uns diese Hoffnung vor Augen.

Wir sollten nicht resignieren, sondern uns im Angesicht des Todes immer wieder dem Leben zuwenden. Dietrich Bonhoeffer hat dies nach Jahren Nazidiktatur in einem Neujahrsbrief an seine Freunde wie folgt formuliert: «Mag sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.»
Ich denke, das bringt es auf den Punkt.

Wir alle haben Gaben erhalten, dieses Leben zum Wohl aller zu gestalten.
Nutzen wir diese Gaben, um einander zu dienen, solange es Tag ist. Lassen wir uns  von Gott begeistern und stärken für dieses Leben. Nutzen wir die vielfältigen Beziehungen und Möglichkeiten, die es bietet. Und tragen wir Sorge zueinander.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes neues Jahr.
Mit herzlichem Gruss auch im Namen der Mitarbeitenden der Kirche und des Kirchgemeinderates Pfarrer Michael Siegrist
Bereitgestellt: 01.01.2021     Besuche: 4 heute, 199 Monat
 
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