Für alle Angehörigen von Menschen, die in einem Wohn- und Pflegeheim leben


Die Bewohnerinnen und Bewohner von Wohn- und Pflegeheimen und ihre Angehörigen gehören zu jenen Menschen, die es in der Corona-Zeit besonders schwer haben. Wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr kommt man in den Heimen nicht darum herum, zeitweise Besuche und Aktivitäten einzuschränken. Auch wo das massvoll und umsichtig gemacht wird, werden die in Heimen wohnenden Menschen dadurch einsamer.

Für ihre Angehörigen ist das ebenfalls eine grosse Belastung. Sie machen sich Sorgen und stellen sich Fragen, auf die es keine leichten Antworten gibt: "Darf ich meine Mutter derzeit besuchen?" "Kann ich mit ihr auch irgendwo einen Kaffee trinken?" "Wie ist es möglich,
Fest- und Geburtstage auch dieses Jahr irgendwie gemeinsam zu feiern?" "Wie erklären wir unserem dementen Vater oder unserem geistig behinderten Sohn, weshalb wir ihn derzeit lieber nicht besuchen?" "Was soll ich tun, wenn mich mein schwerhöriger Vater wegen der Schutzmaske nicht mehr versteht?" "War es richtig, für meine Frau gerade jetzt einen Pflegeheimplatz zu suchen?" "Wie gehe ich mit meiner eigenen Einsamkeit um?"

Als Seelsorgerin ist es mir ein Anliegen, für solche Fragen und Sorgen in nächster Zeit ein besonders offenes Ohr zu haben. Ich möchte helfen, gute Lösungen zu finden, und wo erwünscht, Betroffene auch miteinander in Kontakt bringen.

Nach Möglichkeit gehe ich in nächster Zeit selbst auf Angehörige von in Heimen wohnenden Menschen zu. Vor allem lade ich sie aber ein, sich unter 032 530 25 27 selbst bei mir zu melden oder auch unter 032 392 13 73 bei Pfarrer Michael Siegrist. Gerne nehme ich auch Hinweise entgegen, wer sich vielleicht über ein Nachfragen von mir freuen könnte.

Pfarrerin Verena Schlatter
Bereitgestellt: 01.12.2020     Besuche: 6 heute, 188 Monat
 
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