Abschied als Dorfpfarrerin im Frienisberg

V. Schlatter<div class='url' style='display:none;'>/kg/seedorf/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>55</div><div class='bid' style='display:none;'>15456</div><div class='usr' style='display:none;'>168</div>



Nach fast zehn Jahren geht Ende November meine Zeit als Seelsorgerin im
Frienisberg – üses Dorf zu Ende.

So lange habe ich Menschen, die dort leben oder arbeiten, in ihrem Alltag begleitet.
Ich habe mit ihnen gefeiert und getrauert, schöne Momente genossen und auf schwierige Fragen Antworten gesucht.




Den grössten Teil meines %-Pensums verbrachte ich mit Besuchen bei allen daran interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern. Daneben feierte ich Gottesdienste
und lud zu «Stunden zum Nachdenken» ein.

Mit vielfältigen Erinnerungen blicke ich auf meine Zeit im Frienisberg – üses Dorf zurück.
Dazu gehören vor allem Begegnungen mit ganz verschiedenen Menschen:
Mit manchen konnte ich über Gott und die Welt philosophieren; mit ihnen entdecken, was hinter ihren Erfahrungen steckt und worauf sie vertrauen können. Andere waren zu müde oder zu schwach zum Reden, aber ich durfte sie begleiten und ihnen mit Worten oder Zeichen
auch Gottes Liebe näherbringen. Beeindruckt haben mich Menschen, die trotz Schicksalsschlägen oder einer schweren Jugend einen sicheren und zufriedenen Weg durch ihr Leben gefunden haben. Bewegt hat mich, wo es Abschied zu nehmen galt oder Leid mitzutragen, das nur schwer gelindert werden konnte.

Gerne erinnere ich mich an die vielen Feste und Feiern, die ich im Frienisberg– üses Dorf gestalten oder mitfeiern durfte: an Bazare, Unterhaltungsabende und Gottesdienste, die dort das Leben bereichern. Dankbar denke ich an all jene Mitarbeitenden, die mich bei meiner Arbeit
unterstützten, die mich darauf hinwiesen, wer meine Hilfe gerade besonders brauchte oder die mit anpackten, damit Bewohnende an kirchlichen Anlässen teilnehmen konnten.

Weil ich ja Dorfpfarrerin in der Kirchgemeinde Seedorf bleibe, kehre ich
dem Frienisberg – üses Dorf nicht ganz den Rücken. Für unsere Seniorennachmittage, Besuche bei Bewohnenden aus der Seedorf-Gemeinde und für einzelne Gottesdienste gehe ich dort weiterhin ein und aus. So freue ich mich auf manches Wiedersehen. Gleichzeitig lege ich meine Aufgaben als Heimseelsorgerin aber gerne in die kompetenten Hände meiner Nachfolgerin
Salome Graber.

Pfarrerin Verena Schlatter
Bereitgestellt: 30.09.2020     Besuche: 5 heute, 189 Monat
 
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