Über den Horizont hinausschauen


Ein protestantischer Missionar arbeitete schon jahrelang bei den Papuas in der Südsee. Bei der Bibelübersetzung in die Sprache der Einheimischen fand er nicht den rechten Ausdruck für das Wort „Hoffnung“. Er suchte lange nach diesem Begriff, bis er eines Tages sein neugeborenes Kind zu Grabe tragen musste. Ein Papuajunge, der zusah, wie der Vater seinen Sohn begrub, sagte zu dem Missionar: „Ich sehe dich gar nicht weinen.“ Darauf der Vater: „Warum denn, wir werden uns wiedersehen. Unser Kind ist bei Gott.“ Und der Bub: „Ja, ich hörte es. Ihr Christen schaut über den Horizont hinaus.“Über den Horizont hinausschauen… Ja, jetzt wusste der Missionar, wie er das Wort „Hoffnung“ zu übersetzen hatte. (aus: Kurzgeschichten 2 von Willi Hoffsümmer, S. 12, Nr. 4)

Liebe Lesende

Das wünschen wir Ihnen, dass es Ihnen in diesen Tagen gelingen mag, ab und zu über den Horizont der aktuellen Ereignisse hinauszuschauen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie Kraft im Vertrauen finden. Im Vertrauen auf Gott, der uns auch in diesen Tagen begleitet und unseren Blick weiten möchte. Weiten möchte für die Wunder, die auch jetzt täglich geschehen. Die Natur erwacht, beginnt neu zu erblühen. Kinder werden geboren und Menschen versöhnen sich, gehen aufeinander zu. Menschen werden geheilt von schweren Krankheiten, finden einen Weg zurück ins Leben. Menschen behalten Hoffnung allen Widrigkeiten zum Trotz, setzen sich ein für Schwächere. Manchmal blenden wir diese kleinen und grossen Wunder aus. Wo wir offen bleiben für sie, werden wir sie finden. Sie können uns Zeugnis sein für das Wunder von Ostern und für die Auferstehung mitten im Leben.

Wir wünschen Ihnen Gesundheit, Zuversicht und Gottes reichen Segen.

Mitarbeitende und Kirchgemeinderat
Reformierte Kirchgemeinde Seedorf
Bereitgestellt: 06.03.2020     Besuche: 3 heute, 148 Monat
 
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