Gottes Zusagen bleiben!

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Gerade wird uns unsere Verletzlichkeit vor Augen geführt. Eine für uns unsichtbare Gefahr, ein Virus, stellt unseren Alltag auf den Kopf.

Lieb gewonnene Gewohnheiten fallen weg oder können nur noch eingeschränkt gepflegt werden. Veranstaltungen, auf die wir uns gefreut haben, werden abgesagt oder verschoben. Besuche bei Verwandten und Freunden werden zu einem möglichen Gesundheitsrisiko und tief verwurzelte Begrüssungsrituale gelten, weil Übertragungsweg für das Virus, als tabu. Aber auch die Wirtschaft leidet unter den erschwerten Bedingungen, die das Virus mit sich bringt. Arbeitsstellen stehen auf dem Spiel und mit Ihnen die Existenzgrundlage vieler Menschen weltweit. Wir merken, wie alles mit allem zusammenhängt. Und so manches kann einen im Moment verunsichern. Was jetzt gefragt ist, sind Vernunft und Vertrauen.

Ich muss mein Verhalten hinterfragen. Was ist in der gegenwärtigen Situation vernünftig, was nicht? Wo muss ich meine Freiheit zugunsten anderer für den Moment ein Stück weit einschränken? Als Christinnen und Christen wollen wir uns in dieser Zeit aber nicht nur an das Gebot der Nächstenliebe halten, sondern auch an Gottes Zusagen. Gott hat uns versprochen bei uns zu sein, uns auch durch das finstere Tal zu begleiten. Darauf dürfen wir vertrauen. Es geht im Vertrauen, im Glauben aber nicht um eine Haltung der Sorglosigkeit. Wir sollten das Virus gerade auch als Christinnen und Christen ernst nehmen. Ein leichtfertiges Verhalten gefährdet nicht nur unser Leben, sondern auch das Leben unserer Mitmenschen. Auf Gott zu vertrauen bedeutet auch nicht, unantastbar zu sein. Es bedeutet, darauf zu vertrauen, dass Gott uns durch das Gute wie durch das Schwere begleitet und uns die Kraft gibt, die wir brauchen. Christin, Christ sein, bedeutet dann, auch im Leid nach Gott zu fragen und anderen Gottes Zusagen zu zusprechen und Hoffnung zu machen. Es bedeutet, sich auch im Leid immer wieder neu dem Leben und den Mitmenschen zu zuwenden im Gebet und in der Tat. Nicht nur im Wissen um unsere Verletzlichkeit, sondern auch im Vertrauen darauf, dass Gott mit uns ist. Es bedeutet auch im Sturm immer wieder den Regenbogen am Himmel zu suchen und an der Hoffnung festzuhalten.

Ich wünsche Ihnen in diesen unsicheren Zeiten Vertrauen, Gesundheit und Gottes Segen.
Pfarrer, Michael Siegrist
Bereitgestellt: 06.03.2020     Besuche: 213 Monat
 
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