Gedanken zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag

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Sonntag, 15. September , Gottesdienst um 9.30 Uhr
Einst wurde der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag staatlich verordnet, um Gott die Ehre zu geben. Bürgerinnen und Bürger sollten an diesem Tag in sich gehen, vorhandene Schuld bekennen und sich neu auf Gott und dessen Wege ausrichten. Es gehe ja nicht an, dass man in Notzeiten Gott um seinen Segen für das Land bitte, ohne selbst nicht auch seinen Beitrag zu leisten, um Gott zu gefallen und gerecht zu leben.

Bis heute wird der Bettag in kirchlichen Kreisen gerne genutzt für Aufrufe zu mehr Solidarität mit allen Bewohnenden unseres Landes. Die Aufrufe der verschiedenen Jahre ähneln sich.



Das macht Sinn, wo auch die Probleme über Jahre hinweg die gleichen bleiben. Oder dreht man sich da zu sehr im Kreis und müsste die Sachen einmal von einer anderen Seite her anschauen?

In unserem diesjährigen Bettags-Gottesdienst steht der Dank im Mittelpunkt: gesungen vom erweiterten Kirchenchor, ausgesprochen in den Gebeten und durchdacht in der Predigt.
Der Dank an den Schöpfer für Natur und Landschaften gehört ebenso dazu wie der Dank an Gott für alle Möglichkeiten, wie wir in der Schweiz leben können.

Warum diesmal der Dank als Schwerpunkt? Weil er den Blick in eine neue Richtung lenkt: Zuerst zu dem, was wir haben, und erst dann zu den Mängeln; zuerst zum Guten und Gelungenen und erst dann zu dem, was fehlt oder schlecht läuft; zuerst zu allem, was einem geschenkt wird, und erst dann zu jenem, was man geben sollte.


Dankbarkeit hebt die üblichen Bettags-Aufrufe nicht auf, stellt sie aber in ein anderes Licht. Es geht nicht mehr um Solidarität aus einem Pflichtgefühl heraus. Jetzt geht es darum, dankbar etwas weiterzugeben von all dem, was man schon in reicher Fülle erhalten hat.

So lohnt es sich, gerade am Bettag zum Beispiel die Worte von Franz Stadelmann vor Augen zu haben:

„I darf läbe i de Bärge
i cha da däheime sy,
und däm Fläckli Heimatärde
darfsch no säge: „Du bisch my!“
Drum bin i ou gärn bereit
und i zeige Dankbarkeit!“


Pfarrerin Verena Schlatter
Bereitgestellt: 26.08.2019     Besuche: 25 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch