Gedanken zu Ostern

2013-OsterSV-co<div class='url' style='display:none;'>/kg/seedorf/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>632</div><div class='bid' style='display:none;'>13905</div><div class='usr' style='display:none;'>168</div>

Unbegreiflich
Dargestellt ist hier die biblische Ostergeschichte: Maria von Magdala begegnet dem auferstandenen Jesus. Wir sehen jenen Moment, in dem sie das Unglaubliche begreift
und ihn erkennt. Nun möchte sie ihn anfassen, begreifen, festhalten. Aber Jesus lässt das nicht zu. Dass er sie mit ihrem Namen angesprochen hat, muss ihr als Erkennungszeichen genügen. «Noli mi tangere», sagt Jesus. Das heisst: «Berühre mich nicht.» Damit weist er sie nicht ganz von sich.


Sie haben einander wiedergefunden, sind wieder in persönlichem Kontakt. Aber ein gewisser
Abstand bleibt. Jesus ist eben nicht in die Welt zurückgekehrt, um wie vorher weiterzuleben mit denen, die ihn lieben. Er ist auf der Durchreise; unterwegs zu seinem himmlischen Vater. Dorthin gehört er jetzt. Dort lebt er weiter. Aber er zeigt sich Maria und anderen Menschen, wie um ihnen zu sagen: «Ich gehe jetzt zwar weg. Aber ich denke an euch und bleibe in Verbindung!» So ist der christliche Glaube. Im Mittelpunkt steht ein Ereignis, das wir nicht greifbar in Händen haben. Es geht nicht ums Verstehen, warum Gott Ereignisse wie den grausamen Tod Jesu zulässt. Auch nicht darum, hieb- und stichfeste Beweise zu finden, wie Auferstehung möglich ist. Es geht um den Übergang vom Tod zum Leben. Um eine Beziehung, die weiter geht, wo man es am wenigsten erwartet. Der Hintergrund des Bildes ist dunkel... und austauschbar. Es könnte irgendwo sein, wo gerade Tod und Trauer herrschen oder sonst ein seelischer Schmerz. Überall kann man dem Auferstandenen begegnen, der uns kennt und - zum Beispiel als innere Stimme - anspricht. Zwar bleibt er nicht greifbar bei uns. Er geht weiter zu Gott.
Aber verlassen sind wir dann nicht mehr. Seinem Licht können wir folgen.

Pfrn. Verena Schlatter
Autor: Tanja Fahrni     Bereitgestellt: 25.03.2019     Besuche: 90 Monat
 
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