NACHBARSCHAFTSHILFE

«Das gehört sich doch so!»
«Das ist doch selbstverständlich!»
«Ich mache das gerne!»
«Das liegt auf der Hand …!»
Viele solche Antworten dürfen wir hören, wenn wir Menschen auf ihr Engagement
und ihre selbstverständliche Hilfsbereitschaft ansprechen.
Da wird für einen kranken Nachbarn gekocht, dort eine zweite Einkaufsliste im
Laden abgearbeitet, damit die Nachbarin einen beschwerlichen Gang und Weg weniger hat.

Manchmal klingelt das Telefon – der Anruf gilt einer Erkrankten, einem Mann, der sich schwer tut mit dem Alleinsein, einer Frau, die sich nicht mehr mit Lesestunden die Zeit vertreiben kann, weil das Augenlicht nachgelassen hat. Fröhliches Lachen begleitet ein gemeinsames
Mittagessen, Schritte fallen auf einem gemeinsamen Spaziergang leichter und lassen eine vergnügliche Erinnerung in die nächsten Tage zurück. An einem anderen Ort wird Schriftliches erledigt, weil diese Tätigkeiten nicht mehr so leicht von der Hand gehen oder Mühe bereiten. Oftmals wird täglich nachgefragt, nachgeschaut, ob alles «gut» läuft – und noch unendlich mehr geschieht in unserer Kirchgemeinde.

Das ist grossartig. Es ist ein herrliches Geschenk, und für all diesen Einsatz danke ich Ihnen herzlich. Danke, im Namen der Beschenkten, im Namen des Kirchgemeinderates und der Mitarbeitenden, und ich danke im Namen der Gesellschaft, welche ohne diese Dienste und Hilfen sehr viel mehr Beauftragte und Angestellte einstellen müsste! Danke, dass Sie sich die Zeit, die Liebe und die Kraft nehmen, solche Zeichen im Sinne Christi zu setzen. Und zum herzlichen Dank stelle ich auch gerne die Bemerkung: Ihr Engagement soll Ihre eigenen Kräfte nicht an den Rand bringen. – Wo nötig sollen, dürfen und müssen auch Hilfs- und Unterstützungsangebote dazu «eingekauft» oder erfragt werden. Kirchliche und gemeindliche Gremien und Mitarbeitende dürfen dazu angefragt werden, um gemeinsam nach guten Lösungen zu suchen.

Es ist eine Freude, sich immer neu umgeben zu wissen und zu sehen, wie sich Menschen füreinander einsetzen. Bewahren wir solche köstlichen, liebevollen Güter und von Herzen ein grosses: Danke!

PFARRERIN RUTH ACKERMANN-GYSIN
Autor: Tanja Fahrni     Bereitgestellt: 24.01.2019     Besuche: 12 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch