GEDANKEN ZUM ERNTEDANKFEST

Traube<div class='url' style='display:none;'>/kg/seedorf/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>55</div><div class='bid' style='display:none;'>13542</div><div class='usr' style='display:none;'>168</div>

Am Erntedankfest danken wir Gott für die Ernte.
Im Alltag geht das leider oft vergessen.
Ich frage mich beim Essen selten, wo es herkommt, wer es angebaut oder geerntet hat. Noch weiter weg ist beim Essen das Wunder des Wachstums an sich. Dabei grünt es nicht nur auf den Feldern der Bauern. Auch in unserem Garten im Pfarrhaus und sogar in den Rissen im Asphalt wächst und spriesst das Leben.

Erntedank zu begehen, heisst für mich darum, auch immer wieder zu staunen. Zu staunen über dieses Wunder des Wachstums – dem Unkraut zum Trotz.
Zu staunen lerne ich gerade neu, wenn ich unseren einjährigen Sohn beobachte, wie er im Garten sitzt und sich freut, über das, was da ist.


Dabei spielt es ihm noch keine grosse Rolle, ob ihm ein Kraut Nutzen bringt oder nicht. Er erfreut sich schlicht an dessen Existenz und staunt, wenn er etwas Neues entdeckt. Dieses Staunen und Sich-Freuen meines Sohnes rufen in mir immer wieder Dankbarkeit hervor.
Dankbarkeit für das Wunder des Lebens an sich.

PFARRER MICHAEL SIEGRIST
Autor: Tanja Fahrni     Bereitgestellt: 24.09.2018     Besuche: 29 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch