Zwöi Mau im Tag es Schwätzli

Graphik<div class='url' style='display:none;'>/kg/lyss/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>80</div><div class='bid' style='display:none;'>14895</div><div class='usr' style='display:none;'>63</div>

Die Ausnahmesituation verlangt es, dass wir momentan möglichst zu Hause bleiben und Distanz zueinander halten. Wer allein wohnt, ist von dieser Massnahme besonders betroffen, denn wir Menschen sind kommunikative, gesellschaftliche Wesen und nicht gewohnt, isoliert voneinander zu leben. Mit den modernen Medien und per Telefon können wir zum Glück immer noch miteinander in Kontakt bleiben, ein Schwätzchen haben und nachfragen, wies andern in dieser Situation ergeht.
Lyss Pfarrkollegium,
Mit folgendem Modell möchte ich eine Möglichkeit aufzeigen, wie wir mit wenig Aufwand regelmässig miteinander in Kontakt bleiben können: Die Telefonkreise.
Das Ziel ist, jeden Tag mit zwei Personen aus einer Gruppe zu telefonieren: Eine Person rufe ich an, und von einer Person werde ich angerufen.
Das System ist einfach: Die Personen werden in einem Kreis aufgezeichnet mit ihren Tele-fonnummern (und ev. einem Zeitfenster, an dem die Personen gerne angerufen werden möchten). Man stellt ein Toggeli auf den eigenen Namen (oder stellt es sich vor). Wie beim Eile mit Weile, wenn man ständig 1 würfelt, rückt man jeden Tag eine Person weiter im Uhrzeigersinn.
Dies ist die Person, die man anruft. Beispiel eines 6er-Kreises.


Beispiel: Margrit Muster rückt am Tag 1 auf Feld Hans Grunder und ruft ihn an.
Am nächsten Tag rückt Margrit von Feld Hans Grunder auf Feld Philip Meier und ruft ihn an.
Wenn man nach so viel Tagen, wie Personen mitmachen, wieder auf das Feld der eigene Person kommt, ist der Zyklus abgeschlossen. Dieser Tag ist Ruhetag. Man hat nun mit jeder Person des Kreises zweimal telefoniert, einmal, indem man selbst angerufen hat, und einmal, indem man angerufen wurde. Am nächsten Tag beginnt der Zyklus von vorne. Genau gleich wie beim ersten Mal. Die Kreise können grösser oder kleiner sein. Ein Zyklus dauert entsprechend länger, je mehr Personen in einem Kreis mitmachen.
Zur Gruppenbildung eignen sich bereits bestehende Gruppen (bzw. einige davon, die interessiert sind), oder Gruppen von Menschen die sich sonst woher kennen. Es ist aber auch denkbar, dass es Gruppen gibt, in denen sich die Menschen erst kennenlernen. Oder die gemischt sind: Leute die ich kenne und solche, die ich kennenlerne. Vielleicht braucht es etwas mehr Mut, mit jemand zu telefonieren, den ich noch gar nicht kenne. Aber wir ha-ben ja viele Anknüpfungspunkte, sicher beschäftigt alle die Corona-Krise, aber dann gibt es ja zum Glück noch viele andere Themen.

Verschiedene Möglichkeiten, wie ein Kreis entsteht:
A Jemand übernimmt die Initiative für einen Telefonkreis und sucht einige Personen, die mitmachen möchten. Die Person zeichnet den Kreis mit allen Angaben auf und lässt ihn den andern per mail, WhatsApp oder per Post zukommen. Die Person bezeichnet auch den ersten Telefontag, wann also das Telefonieren beginnt.
B Gleich wie A, nur dass die Angaben an mich übermittelt werden. Ich stelle sie dann in einem Kreis zusammen und lasse sie den einzelnen Personen zukommen.
C Jemand möchte nach dem Zufallsprinzip mitmachen, ohne bereits Personen zu kennen.
Ich stelle eine Gruppe zusammen und verteile die Angaben an die interessierten Personen.
D Jemand möchte mit einer bekannten Person, oder zu dritt, usw. mitmachen, und ist offen, auch «Neue» in den Kreis aufzunehmen. Auch das organisiere ich gerne.

Sie sehen, es ist vieles möglich und ich helfe Ihnen sehr gerne beim Organisieren. Sie können mich jederzeit anrufen oder per mail kontaktieren.
Und ich bin gespannt, ob aus dieser Idee etwas wird – sagen wir: eine wirksame Medizin gegen Einsamkeit, Angst und Langeweile. Ich hoffe es sehr. Wir brauchen doch alle einander.


Mit herzlichen Grüssen und guten Wünschen
Susanne Gloor

Tel. 032 385 39 70
s.gloor@kirche-lyss.ch
Sonnmatte 11 3250 Lyss

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