Menschen ringen um ihre Grundrechte in Guatemala

Guatemala<div class='url' style='display:none;'>/kg/lyss/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>6</div><div class='bid' style='display:none;'>12934</div><div class='usr' style='display:none;'>5</div>

Im Auftrag von PWS (Peace Watch Switzerland) leistete Doris Wili von März – Mitte Juli 2017 einen freiwilligen Einsatz mit ACOGUATE (Acompañamiento Internacional en Guatemala). ACOGUATE wurde im Jahr 2000 als Dachorganisation auf Ersuchen zweier guatemaltekischer Organisationen geschaffen, welche sich nach dem 36-jährigen Bürgerkrieg für die Wiederherstellung der Menschenrechte, für Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen. Am 27. März berichtet Doris Wili über das Ringen der Menschen in Guatemala für ihre Grundrechte.
Doris Wili,
Vortrag von Pfrn. Doris Wili, Aarberg

» 27. März 2018, 19.30 Uhr, Kirchenhaus, im caféglise, Kirchgasse 4, 3250 Lyss

Kleiner Einblick aus der Warte einer Menschenrechtsbeobachterin vor Ort während 4 ½ Monaten

Doris Wili machte von März – Mitte Juli 2017 im Auftrag von PWS (Peace Watch Switzerland) einen freiwilligen Einsatz mit ACOGUATE (Acompañamiento Internacional en Guatemala). ACOGUATE wurde im Jahr 2000 als Dachorganisation auf Ersuchen zweier guatemaltekischer Organisationen geschaffen, welche sich nach dem 36-jährigen Bürgerkrieg für die Wiederherstellung der Menschenrechte, für Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen. (CALDH/Centro para la Acción Legal en Derechos Humanos und AJR/Asociación para la Justicia y Reconciliación) Nebst PWS entsenden 9 weitere Organisationen aus 8 anderen Ländern ebenfalls freiwillige MenschenrechtsbeobachterInnen für ACOGUATE. Begleitet werden ausschliesslich Gruppierungen, Organisationen und Einzelpersonen, welche bei der Ausübung ihrer Grundrechte bedroht sind oder sich bedroht fühlen und sich ihrerseits zur Gewaltlosigkeit verpflichtet haben. Auch die internationalen BegleiterInnen sind der Gewaltlosigkeit verpflichtet. Ihre Tätigkeit ist nicht-einmischend, schliesst aber den Auftrag in sich, das vor Ort Gesehene weiter zu tragen und bekannt zu machen.
«Wir sind die einzige Familie im Ort, welche aktiv und offen im Widerstand gegen die Illegalität ist. Doch wir besitzen ein kleines Zimmer, um internationale Beobachter und Beobachterinnen bei uns beherbergen zu können. Sie dürfen bei uns übernachten, wenn sie möchten! Sie glauben gar nicht, wie dankbar wir sind für ihre Gegenwart!»
«Wir gingen mit unserem 9-jährigen Bub zusammen auf unserem kleinen Acker, um dort zu arbeiten. Dort lagen aber verstreut über 60 Kehrichtsäcke oder Petflaschen mit Urin. Dann kamen sie und drohten, ihr Patron werde uns umbringen, denn wir seien ‘una mierda’ (Scheisse) und verdienten nichts Besseres.»
Anderswo beim Ortseingang: Der ältere Mann begrüsste mich stets mit Händedruck und setzte sich danach wenn möglich in die Nähe, um meine Einträge im Notizheft nachzuvollziehen. Als ich im vergangenen Januar 2018 nochmals einen Monat im Einsatz war vor Ort, traf ich ihn wieder an, diesmal in der Hauptstadt. Die «Resistencia», so nennt sich die mutige Widerstandsbewegung gegen die Tätigkeit der Mina San Rafael Las Flores in den Departementen Jalapa und Santa Rosa, unterhält nun sogar 2 ständige Mahnwachen, und das Tag und Nacht. Die zweite ist vor dem Obersten Gericht von Guatemala, der Corte de la Constitucionalidad/Verfassungsgericht.
Ich freue mich, Ihnen von meinen Begegnungen und Erfahrungen zu erzählen und ein paar Bilder zu zeigen! Schwerpunktmässig war ich 2017 in den Departementen Izabal, Santa Rosa und Jalapa im Einsatz.

Doris Wili, Aarberg im Februar 2018

Weitere Informationen:
» Hintergrundinformationen zur Silbermine San Rafael Las Flores (MSRF)
» «Von den unsäglichen Mühen einer starken Zivilgesellschaft» von Doris Wili auf dem Blog von Peace Watch Switzerland (PWS)
» Peace Watch (deutsch)
» ACOGUATE (spanisch)
» Facing Finance
Autor: Michael Schneider     Bereitgestellt: 03.03.2018    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch