Kirchengeschichte

so schlimm nicht wenn das dorf
der kirche wegbleibt
wenn nur die kirche
im dorf bleibt
sie nicht etwa leicht und leer
zurückfliegt mit gebimmel
zum himmel

ernst eggimann
Kirchentüre offen<div class='url' style='display:none;'>/kg/kappelen-werdt/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>12</div><div class='bid' style='display:none;'>86</div><div class='usr' style='display:none;'>231</div>

Kirchentüre offen

Kirche Innen<div class='url' style='display:none;'>/kg/kappelen-werdt/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>12</div><div class='bid' style='display:none;'>83</div><div class='usr' style='display:none;'>231</div>

Kirche Innen

Kirche im Winter<div class='url' style='display:none;'>/kg/kappelen-werdt/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>12</div><div class='bid' style='display:none;'>87</div><div class='usr' style='display:none;'>231</div>

Kirche im Winter

Die Anfänge Dorfname und Dorfwappen

Königin Bertha von Neuburgund regierte von 950 bis 975. Ihr Reich erstreckte sich vom Genfersee durchs Mittelland bis an die Langeten. Bertha war eine besorgte Landesmutter. Weil die Bewohner unseres Dorfes arm waren, stiftete sie ihnen eine Kapelle, die der alemannischen Siedlung ihren Namen gab. So wird denn im Jahre 1226 unser Dorf erstmals als Capellon erwähnt, später als La Chapala, im 14. Jahrhundert als Capellis, Capellen und Kapellon. So enthält denn auch folgerichtig unser Dorfwappen eine Kapelle auf königsblauem Grund. Am 6. Februar 1945 anerkannte der Regierungsrat die Kapelle als das richtige Wappenzeichen für die Gemeinde.

Unsere Kirche
Die zweite Kapelle, erbaut ums Jahr 1100, wurde von plündernden Freiburgern im Jahre 1290 in Brand gesteckt. Der Abt von Gottstatt setzte sich für die Kappeler ein, und die Freiburger mussten für den Schaden aufkommen. Erst nach 1300, zur Zeit des gotischen Baustils, wurde ein neues Kirchlein erstellt. Deshalb gab es in der Südmauer die Spitzbogenfenster. Die Baukosten bestritt hauptsächlich das Kloster Gottstatt. Weil der Platz für die vielen Predigtbesucher nicht mehr genügte, musste das Kirchlein Ende des 17. Jahrhunderts vergrössert werden. Wieder wurde das Kirchenschiff auf der Westseite verlängert, die Apsis auf der Ostseite abgebrochen und an ihrer Stelle das heutige Chor aufgebaut. Viele Jahre wurde nie mehr viel für die Verschönerung des Kirchleins aufgewendet. Erst im Jahre 1957 beschloss die Kirchgemeinde, die fällige Renovation durchzuführen. Nach der geglückten Renovation von 1958 erinnert die heutige Kirche in ihrer harmonischen Schlichtheit an eine heimelige grosse Kapelle. Im Sommer 1985 wurde auch der graue eintönige Kirchturm saniert, in dem heute vier Glocken, gestimmt auf C, Es, F und G,
hangen, schwingen und klingen.

Der Taufstein
oder Abendmahltisch hat ein ehrwürdiges Alter, soll er doch aus dem 14. Jahrhundert stammen. Er ist als Kunstaltertum auch wertvoll, weil es nur noch wenige derartige gibt. Auf acht Feldern sind seltene frühgotische Ornamente.

Die Kanzel
ist ebenfalls ein beachtenswertes Kunstaltertum. Sie stammt aus dem Jahr 1637. Seit der Kirchenrenovation von 1958 kommt ihre Schönheit gut zur Geltung. Bis Ende des 19 Jahrhunderts bestand sie in einfacher bescheidener Ausführung. Der kunsthandwerklich geschickte Pfarrer Ludwig Gerster, schmückte sie während seiner Amtszeit (1886 bis 1922) mit Intarsien.
Immer wieder klagten ältere Leute über das ermüdende Sitzen. Deshalb wünschten sie 1879 vom Pfarrherrn, er möchte die Predigten etwas kürzer fassen. Bei der Renovation von 1958 wurden neue, bequemere Sitzbänke erstellt, dass niemand mehr über Rückenschmerzen zu klagen hat.

Standort der neuen Orgel
gab viel zu reden Um den langen Raum zu verkürzen, wurde sie vorne ins Chor gestellt. Eine Firma aus Genf lieferte sie
für 39 400 Franken. Sie ist eine der schönsten weitherum.

Die Kirchenfenster
gestaltete der Könizer Künstler Walter Loosli.

Die drei Metallplastken
von P. Marti an der Wand spiegeln in sich die Sätze:
ICH BIN DER wEG
ICH BIN DIE WAHRHEIT
ICH BIN DAS LEBEN

(Alle geschichtlichen Angaben bis 1958 sind der „Heimatgeschichte Kappelen- Werdt „ von Hans Jost entnommen. Viele interessante und amüsante Details sind hier liebevoll zusammengetragen worden)



Dokumente
Autor: Sonja Steffen     Bereitgestellt: 08.12.2011     Besuche: 17 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch