Das Kreuz mit dem Kreuz

064 (Foto: Anja Schwab)

Als Christen ist für uns das Kreuz das wichtigste Symbol, Jesus ist daran gestorben. Die Horizontale verbindet die Menschen mit der Vertikalen zum Himmel.
Dem Römischen Kaiser Konstantin erschien am Vorabend der Schlacht um die Malwische Brücke das Kreuz als Zeichen des Sieges. Daraufhin liess er an den Schildern das Kreuz aufmalen, und siegte.

In jeder Katholischen Kirche ist am Hauptaltar ein Kreuz mit dem sterbenden Jesus, welcher auf uns herabblickt. Die Wände und Decken sind reich verziert mit Bildern aus der Bibel. Bilder der Hölle zeigen, wie wir Leben sollten, was die leseunkundigen Menschen früher bleibend prägte. Leider wurde das zum Teil vom Klerus ausgenutzt, was zur Reformation führte.

Mit der Reformation wurden die Kirchen ausgeräumt, die Altäre wurden verbrannt, die Heiligen und Rituale verschwanden. Es zog die Erkenntnis ein, dass Jesus uns liebt wie ein Vater seine Kinder. Er weiss, dass wir nur Menschen sind, mit Fehlern und Schwächen, er liebt und verzeiht uns. Im reformierten Glauben ist das Wort aus der Bibel entscheidend welches uns durch den Pfarrer erklärt wird. Es ist nicht verboten zu hinterfragen, selber mitzudenken und zu diskutieren.

Als wir den Chor neu streichen mussten, rief die Frage nach dem Kreuz grosse Diskussionen im Rat hervor. Den einen war das Kreuz zu Katholisch, für andere war es wichtig wieder einen leeren Raum zu haben, ohne Kreuz. Darum haben wir es aus der Kirche entfernt.

An der letzten Kirchgemeindeversammlung wurde der Wunsch geäussert, dass wieder ein Kreuz in der Kirche sein soll. Der Rat hat deshalb beschlossen einen Ideenwettbewerb zu lacieren: Wie soll das Kreuz Aussehen? Wo soll es Platziert werden? Aus welchem Material soll es sein?

Schickt uns Vorschläge, Bilder, Fotos, Beschriebe von euren Ideen. Der Rat entscheidet, welches Siegerprojekt wir zusammen mit dem Gewinner realisieren werden. Der Preis: Die Gewinnerin kann mit Stolz ihr Werk betrachten und Freude haben, dass es viele Jahre die Kirche Kallnach schmücken wird.

Fritz Mori, Kirchgemeindepräsident
Bereitgestellt: 19.10.2021     Besuche: 3 heute, 124 Monat
 
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