Aus dem Kirchgemeinderat

unsplash.com <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;ross&nbsp;sneddon)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/kallnach-niederried/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1027</div><div class='bid' style='display:none;'>15811</div><div class='usr' style='display:none;'>376</div>

Sind Sie auch dabei auszumisten, aufzuräumen, zu entsorgen? Oder haben Sie das schon beim ersten Lockdown gemacht? Ich war dran im Januar und Februar und hatte sehr viel Zeit dazu es gründlich zu erledigen. Aber ich werde jetzt keine Tipps geben, wie es denn gemacht werden könnte nächstes Mal. Dazu gibt es ja schon genügend «gute Ratgeber».
Etwa vor 3 Jahren hat der Kirchgemeinderat mit den Sigristinnen die Schürstube «ausgemistet». Wir haben entsorgt und mit Sorgfalt geprüft was noch zu gebrauchen oder zu verschenken wäre. Etliche dieser Sachen, die immer noch gut «versteckt» zuhinterst in einer Ecke schlummerten, haben wohl schon mehr als einen Pfarrer «überlebt»! Aber wie schön und befreiend ist es, wenn alles aufgeräumt und ordentlich wieder versorgt ist. Oder wie wir jetzt in unserer KG, eine wunderbar neue Schürstube benutzen dürfen. Ist doch toll oder? Die Arbeit hat sich doch gelohnt!

Aber wie steht es um unser «Seelenleben»? Wer «mistet» dort aus, wenn sich Frust, Wut oder sogar Hass angehäuft haben? Gerade in diesen Monaten des Lockdowns, der «bleiben Sie zu Hause» Parolen. Gerade für diejenigen die im Homeoffice sind oder ihr Geschäft, Restaurant, Bar, Atelier usw. nicht öffnen dürfen. Bei wem oder was räumen wir unsere Seele auf? Gehen wir auf die Strasse, zertrümmern Schaufenster, zünden Autos an oder zerstören aus Wut einfach Sachen anderer Leute? «Sorgsam miteinander leben» war das Thema des Kirchensonntages im Februar. Das ist schön und gut, aber kann ich sorgsam mit andern umgehen, wenn bei mir im Herzen kein Friede ist? Ich glaube, da darf ich mal egoistisch sein und zuerst an mich denken. Wenn ich mit mir selber im Reinen bin und Frieden in meiner Seele habe, kann ich auch mit andern sorgsam umgehen. Und woher kommt meine, unsere Hilfe? «Meine Hilfe kommt von dem Herrn, welcher Himmel und Erde gemacht hat…» (Psalm 121,2). Gott ist nur ein Gebet weit entfernt und immer für uns zu sprechen! Sie können nicht beten? O doch, das glaube ich schon. Das «Unser Vater» hat wohl noch jeder gelernt im Konfirmandenunterricht und dieses Gebet reicht aus, wenn wir es aus tiefstem Herzen beten und nicht nur herunterleiern.

Ostern ist nicht mehr weit entfernt und damit auch die Zusage Gottes, dass sein Sohn für alle Menschen starb um Sünden, Wut, Frust und Hass zu tilgen und wir Frieden bekommen können für unser Leben. Nur, glauben muss es jeder selber. Da lässt uns Gott unseren freien Willen. Diesen Mut zu glauben, wünsche ich Ihnen von Herzen!

Ursula Mori, Kirchgemeinderätin
Bereitgestellt: 22.02.2021     Besuche: 4 heute, 314 Monat
 
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