Aus dem Pfarramt

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Jahreslosung 2020:
Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Markus 9,24


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Wie ist das mit unserem Glauben? Ist der immer gleich stark? Egal in welcher Lebensphase wir uns gerade befinden und auch egal wie es uns geht, was wir gerade erleben? Oder ist er immer gleich schwach – gleich zweifelnd, ob es uns gut oder schlecht geht? Ob wir am Leben leiden oder wir uns des Lebens freuen?

Ich glaube es gibt beides, es gibt Phasen im Leben, wo der Draht «nach oben» heiss ist, wo er glüht und Energie spendet, die den eigenen Glauben füttert und ihm gut tut. Und es gibt Phasen, wo uns Gott vielleicht seltsam fern erscheint , wo wir seine Gegenwart kaum spüren, obwohl wir glauben und gewiss sind er / sie ist da. Der Glauben ist, denke ich, nicht gleichmässig warm wie ein gut geheizter Ofen, sondern er ist auch einmal lau und dann wieder kräftig, in Wellenbewegungen eben. Manchmal passend zum eigenen Leben und manchmal unpassend. Und wenn wir erschüttert werden in unseren Lebensgewissheiten, dann wird es manchmal auch unser Glaube. Ich glaube zum Glauben gehört der Zweifel dazu, vielleicht ist Zweifel die kleine Schwester des Glaubens oder sogar sein Zwilling. In Zeiten des Zweifels hilft diese Erkenntnis natürlich wenig, aber der Zweifel hilft den eigenen Glauben zu entwickeln. Wenn nicht könnte es schwierig werden, wenn man mit dem Glauben aus Kindertagen noch die Glaubens- und Lebensfragen eines Erwachsenen beantworten muss.

Ich wünsche euch im neuen Jahr viele «glühende Zeiten, und dass euch in den «dürren Zeiten» Menschen begegnen, die euch unterstützen. Glaube und Unglaube in ihrer Polarität machen die Glaubwürdigkeit der christlichen Tradition und jedes persönlichen Glaubens aus. Darum «Ich glaube, hilf meinem Unglauben» Pfarrer Knut Decker
Bereitgestellt: 12.12.2019     Besuche: 9 heute, 322 Monat
 
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