Kirche ist mehr...

Kirche ist mehr... Besucherdienst<div class='url' style='display:none;'>/kg/kallnach-niederried/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1027</div><div class='bid' style='display:none;'>13448</div><div class='usr' style='display:none;'>106</div>

Geschichten aus dem Besucherdienst
Seit vielen Jahren werden in der Kirchgemeinde Menschen ab ihrem achtzigsten Geburtstag besucht. Zu zweit sind wir jeweils unterwegs, um jedes Jahr dem Geburtstagskind zu gratulieren. Bei diesen Begegnungen werden Kindheitserinnerungen bei den Jubilaren wach. Es werden Anekdoten erzählt, oder es wird über die Beschwernis des Alters berichtet. Wir melden die Geburtstagsbesuche im Dorf meistens an, da unsere Senioren ein ausgefülltes Wochenprogramm vorweisen können.

Obwohl wir jedes Mal erklären, wir brauchen nichts vorgesetzt zu bekommen, wird vorgängig vielerorts gebacken oder gross Kuchen eingekauft. Das gute Geschirr mit Tischtuch wird aufgedeckt. Die gute Hausfrau empfing ihre Gäste früher immer so! Überrascht wurden wir einmal bei einem Witwer, der die Besuchssitten seiner verstorbenen Ehefrau genau beobachtet hatte und uns nun entsprechend, wie damals, in der guten Stube empfangen hat. Von alten Gepflogenheiten („alten Zöpfen“) wird erzählt, Traditionen weitergegeben, Rezepte erklärt, manchmal wird über ein Testament oder den selbst verfassten Lebenslauf gesprochen. Das Interesse der Geburtstagskinder liegt aber sehr beim Leben ihrer Kinder und Enkel, der nahen Familie. Mit Freude erzählen sie über gemeinsame Ausflüge und Anlässe. Betroffen werde ich bei Geschichten der Senioren über schlechte Erfahrung aus der Kindheit, bei harten Strafmassnahmen damals, das Angstmachen mit religiösen Drohungen (Fegefeuer, Teufel) oder wie genau die Erinnerung der Nachkriegszeit erzählt wird. Seit letztem Jahr werden die Menschen zu ihrem 75igsten Lebensjahr erstmals besucht. Die Kirchgemeinde stellt so quasi den Besucherdienst vor. Zum achtzigsten Geburtstag wird dann wieder als nächstes gratuliert, dann kommt die Pfarrperson vorbei, dies dann im Rhythmus alle fünf Jahre. Zu den „gewöhnlichen“ Geburtstagen dazwischen besucht jemand vom Besucherdienst die Jubilare. Die Besuche unserer betagten Kallnachern in den Altersheimen laufen sehr unterschiedlich ab, da die Kommunikation oftmals über das Helfen beim Zvieri essen geht, oder einfach mal Spazierenfahren mit den Rollstuhl. Da freuen wir uns als Besucher über ein wohlwollendes Brummen oder ein Lächeln vom Geburtstagskind.

Beim Besucherdienst kann jedermann mithelfen, der Freude am Kontakt zum älteren Mitmenschen hat. Autorin: Barbara Mori-Kohler

Weitere Informationen zum Besucherdienst und zur Seniorenarbeit finden Sie unter der Rubrik » Angebote. Gerne dürfen Sie auch die verantwortliche Kirchgemeinderätin, Frau Ursula Mori, kontaktieren, 032 392 14 61, ursula.mori@kirchenregion-aarberg.ch
Autor: kallnach niederried     Bereitgestellt: 20.07.2018    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch