Pfarrer Daniel Wiederkehr stellt sich vor

Daniel Wiederkehr, Pfarrer<div class='url' style='display:none;'>/kg/aarberg/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1083</div><div class='bid' style='display:none;'>14137</div><div class='usr' style='display:none;'>246</div>

Während zwei Jahrzehnten als Stellvertreter und in „Verwesereien“ im Kanton Bern durfte ich in über hundertfünfzig Kirchgemeinden arbeiten, für längere oder auch für kürzere Zeit und unterschiedlich im Pensum.
Dazwischen liegt eine siebenjährige Festanstellung im Dreier-Pfarrteam in Oberbipp-Wolfisberg-Rumisberg inklusive Heimseelsorge in Wiedlisbach. Damals waren unsere Kinder noch in Ausbildung, heute sind sie längst ausgeflogen und mir wurde vor einem Jahr die Grossvater-Ehre zuteil.
Geboren in Basel und dort aufgewachsen mit zwei Geschwistern, humanistisch erzogen und mit dem Gefühl von Abenteuer und Freiheit im Blut, verliessen wir als junge Familie mit vier Kindern den Ort, wo unsere Wiegen standen und machten uns auf ins Seeland, welches mir sehr nah am Herzen liegt. Während meinem späten Studienbeginn an der Universität Bern im Alter von 30 Jahren wohnte ich im Seeland, zuerst in Büren a.A., danach während zwölf Jahren in Biel. Dort fingen auch meine ersten Erkundungen als Pfarrer-Stellvertreter an, nämlich - mit kleineren Zwischenaufenthalten - in Täuffelen, danach in Lengnau und von dort an weiter ins Oberaargau durchs Emmental via Oberland und Gantrisch über Thun bis nach Münchenbuchsee, wo ich zur Zeit noch hie und da aushelfe, befristet jedoch bis Ende Juni.
Es war eine schöne Zeit, die Kantonalkirche Bern-Jura-Solothurn auf diese Weise kennenzulernen, als Reisender und Wanderer und im lockeren Verhältnis zu den Kirchgemeinden. Vieles habe ich gesehen und erlebt. Nun wünschte ich mir wieder etwas festeren Boden unter meinen Füssen, um eine Gemeinde über einen längeren Zeitraum zu begleiten und den Kontakt zu den Menschen näher, verbindlicher und auch planbarer werden zu lassen.
Meine Weiterbildungen helfen mir sehr in der Begegnung mit Menschen, so unter anderem meine vierjährige Dienstzeit als Notfallseelsorger (heutiges Care Team), die mehrjährige Erfahrung in Spital- und Heimseelsorge, und ganz besonders die Grundausbildung in Logotherapie und Existenzanalyse, einer psychotherapeutischen Fassung nach Viktor E. Frankl. Er stellte die Frage nach dem „Sinn“ in allen Dingen. Eine wunderbare Sache.
In der Kirche Aarberg durfte ich damals vor vielen Jahren das erste Mal ein Kind taufen, sodass der Ort sowie das Erlebnis tief in mir eingeprägt liegen und jetzt nach Fortführung rufen.
Ich schätze hier in Aarberg das Amtswochensystem, weil es den Unterricht oder andere Engagements zuverlässiger einhalten lässt. Ich freue mich, mit meiner Pfarrkollegin zusammen Dienst zu leisten, denn wir kennen uns aus der Studienzeit. Den Unterricht mit den Jugendlichen werde ich teilweise vorbereitet und teilweise experimentell begleiten und nehme mir gerne die Freiheit, neue Wege zu gehen. Ich mute und traue den Jugendlichen gerne etwas zu und lasse mich auch von Überraschungen oder Unbekanntem prägen.
Meinen Gedanken liegt eine moderne, humanistisch-freiheitlich-christlich geprägte Ausrichtung zu Grunde, in der das Hebräische und Aramäische (die Sprache Jesu) warm gehalten wird. Die ersten fünfzig Jahre meines Daseins verbrachte ich mit der Gestaltung der materiellen Angelegenheiten und Familienbildung. Und während der nun folgenden Epoche werde ich mich vermehrt der geistigen Ebene widmen und der Spiritualität sowie den mehr oder weniger verborgenen Dingen im Abseits und rundum der biblischen Schriften. Vieles gibt es da noch zu entdecken im „Feinstofflichen“.
Seit vielen Jahren leben meine zweite Frau und ich in Köniz, wo wir gesund verwurzelt sind. - Es ist mir nun eine ausserordentliche Ehre, in Aarberg tätig sein zu dürfen. Möge gelingen und in Erfüllung gehen, was vor uns liegt.

Daniel Wiederkehr, Pfarrer
Bereitgestellt: 26.12.2019    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch