«Nachhaltigkeit» ein Zauberwort für den KUW- Unterrichtserfolg? Und immer wieder «Exkursion»

Peter Tanner im 2019<div class='url' style='display:none;'>/kg/aarberg/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1083</div><div class='bid' style='display:none;'>14344</div><div class='usr' style='display:none;'>246</div>

TEIL 2 - Erlebnis und Begegnung an der Front
Im ersten Teil habe ich vom sich langsam entwickelnden «Berufsprofil» des Katecheten berichtet, wo ich auch Schwerpunkte setzen durfte.
Die Reformierte Landeskirche war einfach gespannt und voller Erwartung auf uns «Neue».
Viele ältere Pfarrer waren froh, sich vom Unterricht zu entlasten, diesen abzugeben. Oder dann wenigstens noch die Konfirmation durchzuführen. Diese wollten einige Pfarrherren nur ungern abgeben. Katechet soll unterrichten, der Pfarrer konfirmieren! Es war noch eine Männerdomäne. Andere sahen in uns aufstrebende Katecheten eine Bedrohung. Fachleute für den kirchlichen Unterricht? Wenn das nur gut geht! Das Modell (Katechet/Religionslehrer) stammte von den Katholiken. Und im damaligen Umfeld von entstehender Ökumene und Annäherung wurde eben auch die Frage des bewährten Unterrichts in der reformierten Landeskirche angegangen. Vor allem, als dann der Synodalrat entschied, dass fortan nicht nur der Unterricht, sondern auch die Konfirmationen selbstständig durch die Katecheten durchgeführt werden konnten. Denn dies entsprach der Logik und der Beziehung zu den Schülern, welche man damals noch drei Jahre begleitete. Da gab es eben KUW erst ab dem 7. Schuljahr. Und jeder Pfarrer gestaltete dies ein bisschen nach Gutdünken (vor der Bedrohung des Katecheten. Es gab noch keinen Plan für lebensbewegende Themen Jugendlicher. Psalmen lernen, Dias schauen, Geschichten erzählen genügten damals der Norm. Viele Pfarrer waren da auch Naturtalente. Konnten mit ihrer Persönlichkeit, Schüler fesseln. Darum war es nicht einfach, nun alles aus der Hand zu geben. Wenigstens doch die Konfirmation nicht? Dazu es eben schlussendlich gleich wohl kam, im Verlaufe der Jahre, zugunsten für die Katecheten! Vielerorts dann gleichwohl in kollegialer Zusammenarbeit mit den Pfarrern. Vorher gab es noch die Hintertüre, theologisch ausgebildet, als Predigthelfer
(Prädikant, Pfarrhelfer) es schon tun zu dürfen, wie in meinem Falle. So lag es dann auf der Hand, dass ich wohl 30 Jahre meine Konfirmandenreise in diversen Kirchgemeinden BE/ZH
angeboten und realisiert habe. Durch Zufall eines Pfarrers in Täuffelen kam ich 1986 dazu, diesen erlebten prägenden Tagesausflug (10 Std. Carfahrt) in meiner Version als 2-tägige Konfirmandenreise anzubieten. Mit einer umfassenden Vorbereitung. Dazu kamen dann die Konftage in Aarberg wie gerufen. So hatte ich in der langjährigen Zusammenarbeit mit Pfr. Christian Jegerlehner, einen eigenen Schwerpunkt im jeweiligen Konfirmandenjahr! Er dafür das verlängerte Ski-Weekend in Wengen.

Als Anne-Frank-Botschafter und Spezialist für Antisemitismus (Judenverfolgung im
2. Weltkrieg, Rassismus) war es mir stets ein Anliegen, da Wurzeln zu legen, zu einem sinnvollen Thema unseres aller Leben. Und bewies damit, auch in den Reaktionen, «Nachhaltigkeit»!

Für einen Rückblick mit Bildern auf meine letzte Exkursionsreise verweise ich auf einen weiteren Bericht auf dieser Homepage.

Peter Tanner, Pfarrhelfer/Katechet

*) aus Gründen der besseren Lesbarkeit ausschließlich männliche Form. Sie bezieht sich auf Personen beiderlei Geschlechts und gilt sinngemäss auch für Pfarrer und weitere Nennungen
Bereitgestellt: 16.10.2019     Besuche: 34 Monat
 
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