Kirchennacht

2000284<div class='url' style='display:none;'>/kg/aarberg/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1083</div><div class='bid' style='display:none;'>14023</div><div class='usr' style='display:none;'>246</div>

Ein Lämpchen für die Nacht herstellen, zusammen essen, spielen, nachdenken, diskutieren, feiern – all das gehört zur Kirchennacht, die jeweils vom Freitag auf den Samstag vor den Frühlingsferien stattfindet. Der Anlass ist freiwillig und richtet sich an Kinder aus der 4. und 5. Klasse. Dieses Jahr lautete das Thema: My Troum – u dyne?
Ihre Träume haben die Kinder in Form einer Traumwolke mitgebracht und einander erklärt.
Damit auch die Bewegung nicht zu kurz kam, wurden dann Rohstoffe rund ums Kirchgemeindehaus herum gesammelt. Mit den Rohstoffen konnte man sich Landstücke kaufen, um damit eine neue, gute Welt zu erschaffen. Welches ist die bessere Welt, jene in der es eine Kindertagesstätte, ein Altersheim und eine Kirche gibt oder jene, welche eine Schule, eine Universität und ein Regierungsgebäude besitzt? Die Kinder haben munter gestaltet und einander ihre Welten vorgestellt.
Dann lernten sie den Traum von Amina aus Nigeria kennen. Amina ist ein Mädchen, das von einer eigenen Radiosendung träumt, bei der endlich einmal gesagt wird, dass auch Mädchen Rechte haben.
Auch die Kinder von Aarberg schrieben Radiosendungen – klar geprägt von den Diskussionen rund um den Klimawandel, der jetzt in der Schule auch Einzug gehalten hat. Ihre Radiosender hiessen: Radio Umwelt / Srf 11/ SEJ-Mana 1173/ Radio Co2.
Die Reden tönten etwa so: «Wir wollen eine bessere Welt. Es sollte mehr E-Autos geben. Kreuzfahrtschiffe sollten mit Stromdüsen ausgerüstet werden. - Es soll kein Erdöl mehr zum Heizen verwendet werden. - Es sollen keine Atomkraftwerke mehr gebaut werden. - Plastik stopp – Umwelt topp! - Bitte unterstützt uns und braucht so wenig Plastik als möglich. - Fahrt im Zug anstelle zu fliegen. - Nehmt das Velo anstelle des Autos. - Helft alle mit, die Welt zu schützen! - Hoffentlich ändert sich die Welt bald!»
Jedes Kind gestaltete ein Tischset, das wir dann am nächsten Morgen den Eltern verkauften.
Zu später Stunde gingen wir zum roten Platz, wo um die Wette bunte Leuchtbilder entstanden. Um die Geisterstunde hörten wir uns in der Kirche die Geschichte an, die einmal Jesus erzählt hat. Eine Witwe, die zur Zeit Jesu gar keine Rechte hatte, hat sich für ihr Recht solange eingesetzt, bis sie erhört wurde. „Schaut hin, sagt stopp, wenn etwas nicht gut läuft und geht friedlich miteinander um“, war das, was wir den Kindern in die Nacht mitgegeben haben.
Die Nacht im Kirchgemeindehaus war mehr als kurz – schon um 7 Uhr hörte man es wieder plaudern. So reichte es nach dem Frühstück dann doch noch für das bei den Kindern so beliebten „Werwolfspiel“.
Mit den Eltern haben wir auf das zurückgeschaut, was entstehen durfte und ich konnte aus dem Erlös für die Tischsets 130 Franken an „Brot für alle“ überweisen.
Schon jetzt freue ich mich auf die Kirchennacht 2020. Wer wird wohl dabei sein?

AnnaTina Rösch, Katechetin
Autor: Bruno Wyss     Bereitgestellt: 24.05.2019     Besuche: 19 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch