Alle Jahre wieder…

Fresken, Kirche Montcherand<div class='url' style='display:none;'>/kg/aarberg/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1063</div><div class='bid' style='display:none;'>13642</div><div class='usr' style='display:none;'>246</div>

«Alle Jahre wieder kommt das Christuskind, auf die Erde nieder, wo wir
Menschen sind. Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus, geht auf allen
Wegen mit uns ein und aus. Steht auch mir zur Seite still und unerkannt,
dass es treu mich leite an der lieben Hand.» (um 1837 von Wilhelm Hey)
Schnell vergeht die Zeit. Ein Frühling, ein Sommer und ein Herbst – und schon ist`s wieder Winter, und mit dem Winter kehrt die heilige Zeit in unsere Strassen und in unsere Häuser ein. Für viele Menschen ist diese Zeit hektisch und unruhig, weil bis Ende Jahr noch so vieles erledigt und getan werden muss. Nebenher wollen wir ja dann auch noch für unsere Lieben etwas Schönes besorgen, ein besonderes Weihnachtsgeschenk. So kann es lange dauern bis die heilige Zeit nicht nur in den Strassen und Häusern, sondern auch in den Herzen der Menschen spürbar wird. Das bekannte Weihnachtslied erzählt uns vom Christuskind, welches uns mit seinem Segen still zur Seite steht. Still, so heisst es. Heilige Zeit, stille Zeit. Gerne gebe ich Ihnen die Weisheit dieses Liedes mit in Ihren Advent, die Weisheit, dass Gottes Gegenwart und Segen nicht im hektischen Weihnachtsrummel, sondern in der Stille zu suchen sind. Diese Stille ist nicht einfach da, sie braucht ihre Zeit und ihren Raum. Sie lässt sich aber finden, wenn wir einen nächtlichen Winterspaziergang unternehmen, wenn wir zu weihnächtlicher Musik feine Güetzi backen, wenn wir die eine um die andere Adventskerze
anzünden, wenn wir in Vorfreude den Weihnachtsbaum schmücken, wenn wir innehalten, wenn wir anhalten. Die Stille lässt sich finden und die heilige Zeit kehrt in unsere Herzen ein und mit ihr der Segen des Christuskindes, welches uns still an die Hand nimmt.
«Lasst uns nun in Stille, gehn zum Christuskind, sehn des Lichtes Fülle, dass wir glücklich sind. Gott als Kind geboren, Esel und Ochs dabei, Hirten auserkoren, nahe dabei zu sein. Gottes Welt im Frieden, Freude für alle Welt, lasst uns tun hienieden, was unser Herz erhellt. Und geht auch zu Ende bald dies alte Jahr, legt in Gottes Hände, was da alles war.»
(2018 von Rahel Vögeli)
Mit dem Liedvers von Wilhelm Hey, meinen Gedanken und der möglichen Fortsetzung dieses alten und wunderschönen Weihnachtsliedes, wünsche ich Ihnen eine besinnliche und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.
Rahel Vögeli-Siegenthaler, Pfarrerin
Autor: Bruno Wyss     Bereitgestellt: 19.11.2018     Besuche: 14 Monat
 
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