Nicht aufgeben

Laubfrosch<div class='url' style='display:none;'>/kg/aarberg/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1063</div><div class='bid' style='display:none;'>13522</div><div class='usr' style='display:none;'>246</div>

Einmal, in der Sommerhitze, trocknete ein Tümpel aus, in dem zwei Frösche lebten.
Als alles Wasser verdunstet war, verließen sie den Tümpel und wanderten fort. Doch so weit sie auch gingen, sie fanden keinen Bach und keinen Teich. Schon halb verdurstet kamen sie zu einem Bauernhof und entdeckten in der Speisekammer einen Topf mit frischer fetter Milch. Die Frösche konnten ihr Glück kaum fassen, sie hüpften hinein und tranken, dass es schmatzte. Als sie satt waren, wollten sie wieder heraus. Sie schwammen zum Rand des Kruges, aber kamen nicht mehr an ihn heran, so sehr sie auch hampelten und strampelten. Viele Stunden mühten sie sich vergeblich ab. Schließlich waren sie so erschöpft, dass sie ihre Beine kaum noch bewegen konnten. Da sagte der eine Frosch: «Was hilft es, wenn wir uns plagen. Es ist aus.» Damit ließ er sich zu Boden sinken und ertrank. Der zweite Frosch aber gab die Hoffnung nicht auf. Er schwamm und strampelte die ganze Nacht, und als am nächsten Morgen die Sonne in die Kammer schien, sass der Frosch auf einem Butterklumpen. Er nahm seine letzte Kraft zusammen, sprang aus dem Krug und war gerettet.
Was hat diesen Frosch gerettet? Nicht nur seine eigene Beharrlichkeit, sondern seine Hoffnung, dass noch eine Lösung möglich sei. Wie schwer ist es manchmal, den Mittelweg zu finden zwischen Aufgeben und Dranbleiben. Manchmal schwanken wir hin und her wie ein Schilfrohr, haben grossen Glauben, dann wieder nicht.
Vielleicht hilft uns heute das Wort aus Jesaja 42,3 wo es über Jesus heisst: ‚Das geknickte Schilfrohr wird er nicht abbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen’. Das ist eine Zusage, dass das Letzte nicht das Letzte bei Gott ist. Und wir können es nachlesen in den Evangelien, wie Jesus Gottes Wirken, Gottes Gesinnung auf die Erde gebracht hat. Er hat das, was an Glauben geglimmt hat, nicht ausgelöscht, sondern belohnt. Die Menschen damals haben erfahren, dass sich Glaube lohnt. Zu einer göttlichen Zusage gehört unser Glaube, unser Vertrauen, dass bei Gott das Schlimmste nicht das Schlimmste ist, er die kleine Glaubensflamme, die in uns brennt und zu verlöschen droht, nicht auslöschen wird. Sein und unser Wirken zusammen, kann Lösungen bringen.
Ich wünsche Ihnen heute viel Kraft, zu strampeln, wo Sie lieber aufgeben möchten. Und das Resultat, dass sich Nichtaufgeben lohnt.
Pfarrerin Marianne Hächler
Autor: Bruno Wyss     Bereitgestellt: 18.09.2018     Besuche: 19 Monat
 
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