Ein Neues Jahr bricht an

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«Im Anfang schuf Gott Himmel
und Erde. Und die Erde war wüst
und leer, und Finsternis war über
der Tiefe; und der Geist Gottes
schwebte über den Wassern. Und
Gott sprach: Es werde Licht! Und
es wurde Licht. Und Gott sah das
Licht, dass es gut war...»
(Genesis 1)
Aus der Finsternis zur Dämmerung wird die Erde ins Licht geführt. Dieses hoffnungsvolle Bild der Entstehung unserer Erde finden wir auf den ersten Seiten der Bibel. Dieser Text wurde in einer sehr schweren Zeit formuliert, als Israel in die Verbannung nach Babylon verschleppt und dort versklavt worden war. In dieser leidvollen Situation drängten sich quälende Fragen nach Gottes Gegenwart auf, Fragen, die wir auch heute in persönlicher Not oder angesichts weltweiter kriegerischer Auseinandersetzungen noch immer stellen.
Die biblischen Worte zur Entstehung der Welt, geschrieben in dieser ausweglosen Exilzeit, reden von Hoffnung trotz allem, von der Dämmerung, vom Licht, das die Finsternis durchbricht und wie ein Refrain ziehen sich die Worte «Und Gott sah, dass es gut war» durch den ganzen Schöpfungsbericht. Sie klingen wie ein grosses Aufatmen im Sinne von: Es ist doch gut zu leben, trotz allem. Die Menschen, die sie formuliert haben, an Leib und Seele bedroht, gaben die Hoffnung nicht auf, eben weil sie ihr Leben in Gottes Hand glaubten und seinem schöpferischen Geist in dieser unserer Welt vertrauten.
Wir stehen am Anfang eines neuen Jahres. Mögen diese hoffnungsvollen Worte am Anfang der Bibel auch in Ihnen erklingen und Ihnen Kraft geben, wenn das Sinnlose, das Schmerzvolle und das Leid Ihnen die Sprache verschlagen.
Und ich wünsche Ihnen Freude an der Dämmerung, am Licht, das jeden Tag neu die Finsternis erhellt und dass Sie immer wieder neu zu hoffen wagen, im Vertrauen in Gott, der uns zusagt: Es ist gut, es wird gut. Deine Lebenszeit wird von mir begleitet. Und ganz besonders dann, wenn du in Not gerätst, steht das grosse Versprechen: Ich bin an deiner Seite, ich, dein treuer Gott.
Ich wünsche Ihnen Vertrauen ins Leben und in Gott und ein gesegnetes neues Jahr!

Pfarrerin Rahel Vögeli-Siegenthaler

Autor: Bruno Wyss     Bereitgestellt: 21.12.2017    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch